

Kinga MaryN
"Flüchtige Spuren - zeitlose Räume"
Meine Malerei bewegt sich im Spannungsfeld von Unendlichkeit und Vergänglichkeit. Jeder Pinselzug ist Ausdruck des Augenblicks, umwiederholbar und doch in Farbe und Geste festgehalten. In den informell-gestischen Abstraktionen entstehen Bildräume, die zwischen Verdichtung und Auflösung, Energie und Stille, Flüchtigkeit und zeitloser Weite schwingen.Frühere Arbeiten im Bereich der urbanen Malerei haben meine Auseinandersetzung geprägt und bleiben Teil meiner künstlerischen Entwicklung.

Heute richtet sich mein Fokus auf die Abstraktion: mich interessiert, wie sich Gesten, Schichtungen und Flächen immer neuen Konstellationen öffnen und unmittelbare Präsenz schaffen, die jenseits von Gegenständlichkeit wirkt. Auch wenn ich bewusst ungegenständlich arbeite, zeigen sich im Prozess gelegentlich wie von selbst Formen, die vertraute Assoziationen hervorrufen.
Meine Werke laden dazu ein, das Flüchtige und das Beständige zugleich zu erleben - und die Schönheit des Wandels als Teil einer großen Unendlichkeit zu spüren.

Kinga MaryN: "Kunst die Herzen heilt" Geboren 1974, widmete sie sich über 30 Jahre ihres Lebens der Pflege schwerstkranker Patienten auf Intensivstationen, in der Akutversorgung, sowie in Bereichen wie Onkologie und Demenzpflege. Ihre beruflichen Erfahrungen haben sie tief geprägt, denn sie erlebte zahlreiche Lebensgeschichten und Schicksale hautnah mit. Dabei wurde ihr bewusst, wie schnell und unvorhersehbar das Leben eine Wendung nehmen kann und wie oft es zu spät ist, um Träume zu verwirklichen oder wichtige Dinge zu erledigen. Diese Erkenntnisse inspirierten Kinga MaryN dazu, ihrer inneren Stimme zu folgen und sich ihrer Leidenschaft für die Kunst zu widmen. Was als intuitive Erprobung auf der Leinwand begann, entwickelte sich schnell zu ihrer wahren Berufung. Die Künstlerin entschied sich für ein Kunststudium, um Profession auf dem Gebiet der Malerei zu erlangen. Sie studiert aktuell Malerei und Zeichnung auf der Freien Kunstakademie Artefact in Bonn. Ein besonders prägendes Erlebnis war die Begegnung mit einem sterbenden Mann auf der Intensivstation, der den Kontakt zu seinen Töchtern verloren hatte und sie nicht mehr sehen konnte, bevor er starb. Diese tragische Geschichte erinnerte Kinga MaryN an ihre eigene Vergangenheit und den Verlust ihres Vaters, den sie aufgrund von Familientrennungen und schwierigen Umständen ebenfalls nicht mehr lebend sehen konnte. Diese Parallelen führten zu einer tiefen Reflexion über Vergänglichkeit und verpasste Chancen. Durch diese Auseinandersetzung gewann Kinga MaryN an innerer Stärke und Klarheit und beschloss, die Kunst als Kanal zu nutzen, um ihre Erkenntnisse und Gefühle weiterzugeben. In ihren Werken verwendet Kinga MaryN puristische Werkzeuge wie Acrylfarbe, Pinsel und Leinwand. Ihre stark erweiterte, intuitiv ausgewählte Farbpalette trägt sie in vielen Schichten auf, wobei sie die Farben stellenweise verwäscht, um einen sanften Weichmacher-Effekt zu erzielen. Bestimmte Details betont sie mit Kontrasten und Akzenten, während sie andere bewusst offen lässt, um die Tiefe und Vielschichtigkeit des Lebens darzustellen. Durch große Ausstellungserfolge in Bonn und Umgebung gewinnen Ihre Werke zunehmend an immer mehr Begeisterung auch deutschlandweit und erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Heute lebt und arbeitet Kinga MaryN in Bonn. Ihre Kunst ist Ausdruck ihrer tiefen Überzeugung, dass jeder selbst für sein Glück verantwortlich ist und dass das Leben in seiner Vergänglichkeit bewusst und erfüllt gelebt werden sollte.